Ron Timehin fotografiert mit der Sony α7c in London

Tipps für bessere „City Break“-Fotografien mit der α 7C

Ron Timehin

Mein Name ist Ron Timehin. Ich bin professioneller Fotograf und Sony European Imaging Ambassador und wohnhaft in London. Meine Leidenschaft für die Fotografie entdeckte ich, während ich als junger Musiker unterwegs war und unbedingt dokumentieren wollte, wo ich überall war und was es dort zu sehen gab. Nach 10 Jahren ist die Fotografie nun mein Vollzeitberuf. Meine Spezialgebiete sind Stadtansichten, Porträts und Werbefotografie.

Dank der Power von Instagram ist es mir gelungen, rund 60.000 Follower zu gewinnen, denen ich meine Bilder zeige und denen ich Tipps gebe, wie auch sie bessere Fotografen werden können.

Auf jeden Fall war ich unglaublich gespannt darauf, die Alpha 7C auf Herz und Nieren testen zu können. Ich war schon einige Zeit auf der Suche nach einer leichten, kompakten Vollformatkamera, um meine Ausrüstung zu erweitern. Das Design und die Ergonomie der Alpha 7C machen sie nicht nur praktisch in der Anwendung, sondern auch zu einem echten Schmuckstück. Das komplett neigbare Display ist etwas, worauf ich schon ewig gewartet habe. Mit seiner Hilfe kann ich jetzt aus den interessantesten Perspektiven Aufnahmen machen, ohne mich dabei zu verbiegen. Mittlerweile ist die Alpha 7C mit ihrem 24-Megapixel-Sensor meine tägliche Begleiterin, und ich nutze meine anderen Sony-Gehäuse für spezielle Aufnahmen.

Ron Timehin sitzt mit der Sony α7c in London

Tipps #1 Grundsätzliche Belichtungseinstellungen für Stadt- und Straßenfotografie Ich verwende den „M“-Modus (manuell), denn dies gibt mir die volle Kontrolle über Verschlusszeit, Blende und ISO und erlaubt mir, das Bild so zu belichten, wie ich es für richtig halte.

Bei der Belichtung von Straßenszenen oder Schnappschüssen auf einem Städtetrip arbeite ich gerne mit einer möglichst schnellen Verschlusszeit, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Um das auszugleichen, korrigiere ich den ISO-Wert dann meist etwas nach oben. So ist eine gute Belichtung gewährleistet. Normalerweise empfehle ich 1600 ISO, um maximale Aufnahmequalität zu erreichen.

Bei der Blendeneinstellung finde ich, dass f/8 sich sehr gut eignet, um den größten Teil der Szene scharf zu halten. Wenn ich das Motiv vom Bildhintergrund trennen möchte, nehme ich lieber die Blende f/4. Bei lichtschwachen Straßenaufnahmen öffne ich meine Blende möglichst weit, um die Lichtausbeute zu erhöhen. Etwas um f/1,4 herum funktioniert dafür gut.

Ron Timehin Sony α7c Blick nach oben auf Hochhäuser in London in der Abenddämmerung

© Ron Timehin | Sony α7C + FE 16-35mm f/4 ZA OSS | 1/40s @ f/7.1, ISO 3200

Welches Objektiv? 35 mm ist ohne Zweifel meine Lieblingsbrennweite. Sie ist flexibel genug für alle Arten von Aufnahmen auf der Straße wie Stadtansichten, Porträts oder schnelle Schnappschüsse.

Für Straßenszenen nehme ich aber auch gerne das 55 mm f/1.8. Diese Brennweite kommt dem nahe, was das menschliche Auge wahrnimmt, und sie bietet auch eine schöne Komprimierung des Hintergrunds mit ansprechendem Bokeh. Wenn man mit diesem Objektiv bei f/2 fotografiert, wird das Motiv wirklich klar herausgearbeitet, was sich hervorragend zum Fokussieren des Auges eignet. Und schließlich ist dieses kompakte Objektiv zusammen mit der handlichen Alpha 7C die ideale Kombination für Straßenfotografie. Es ist sehr dezent und unaufdringlich, und eignet sich somit perfekt für die Ablichtung intimer, persönlicher Momente. Warum eine Vollformatkamera? Der auffälligste Unterschied bei einer Vollformatkamera ist die größere Tiefenschärfe (Unschärfe im Hintergrund), die Sie erreichen können. Insbesondere Straßen- und Porträtfotografie gewinnt dadurch.

Zudem bietet ein größerer Sensor auch viel mehr Flexibilität bei der Bearbeitung. So können Sie zum Beispiel Details aus dem Schatten herausarbeiten, die Sie mit einer Crop-Kamera vielleicht nicht erkannt hätten. Trotzdem sind Highlights natürlich wertvoll, und Details lassen sich nicht so leicht festhalten wie die Schatten. Um dem entgegenzuwirken, unterbelichte ich meine Bilder immer leicht um ein Drittel eines Stopps, um sicherzustellen, dass die Highlights erhalten bleiben.

Ron Timehin Sony α7c Londoner Gebäude in weichem rosa Licht

© Ron Timehin | Sony α7C + FE 35mm f/1.8 | 1/125s @ f/8.0, ISO 1600

Tipps #2 Wie man mit der Alpha 7C tolle Skyline-Aufnahmen macht Die Location finden Bevor ich eine Kamera in die Hand nehme, muss zunächst die richtige Location gefunden werden. Denn stimmt die Location, ist es viel einfacher, die gewünschten Bilder effizient und präzise einzufangen. Ich nutze oft das Internet und Google Maps, um in einer Stadt interessante Orte zu finden.

Am liebsten fotografiere ich bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, in den goldenen und blauen Stunden des Tages. Das Licht ist zu diesen Zeiten normalerweise schön gleichmäßig und erzeugt tiefe und satte Farben. Der zusätzliche Vorteil, sehr früh am Morgen an beliebten Orten zu fotografieren, besteht darin, dass man Menschenmassen und Touristenströme meidet, was letztendlich zu Bildern führt, die aufgeräumter wirken.

Um erstaunliche Skyline-Ansichten einer Stadt zu finden, empfehle ich, nach Aussichtsplattformen und Dachterrassen mit Gastronomie zu suchen! Aber beachten Sie, dass diese Einrichtungen manchmal etwas gegen den Einsatz großer Profikameras haben. Ich habe aber festgestellt, dass die kompakte Alpha 7C meist als Amateurkamera durchgeht.

Ron Timehin Sony α7c Skyline von London mit stimmungsvollem grauen Himmel

© Ron Timehin | Sony α7C + FE 16-35mm f/4 ZA OSS | 1/250s @ f/8.0, ISO 400

Grundlegende Belichtungseinstellungen und Wahl des Bildausschnitts Die Belichtung von Skyline-Aufnahmen folgt dem gleichen Prinzip wie oben erwähnt. Ich reduziere die Belichtung geringfügig, um die Details in den Highlights zu erhalten. Das ist besonders wichtig, wenn man bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang fotografiert, da man die Farben des Himmels natürlich nicht verlieren möchte.

Eine weitere Möglichkeit, bei Skyline-Ansichten eine gute Belichtung zu erzielen, ist die Belichtungsreihe. Das heißt, man macht drei oder mehr Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung und integriert die Bilder dann in einer Post-Production-Software. Normalerweise nimmt man ein unterbelichtetes Bild auf, um die Details in den Highlights zu erfassen, ein normal belichtetes für die Mitteltöne und schließlich ein überbelichtetes Bild, um die Details in den Schattenbereichen zu erfassen. Führt man dann alle drei Bilder zusammen, erhält man ein überaus detailreiches HDR-Foto. Haben Sie noch weitere Tipps für tolle Skyline-Aufnahmen? Ich empfehle auch die Verwendung eines Stativs. Sie sollten versuchen, die ISO-Werte so niedrig wie möglich zu halten, damit genügend Licht auf den Sensor fällt und die maximale Bildqualität erhalten bleibt. Mit einem Stativ können Sie Ihre Kamera perfekt ruhig halten und die Verschlusszeit so lang wie gewünscht einstellen. Wenn Sie kein Stativ besitzen, versuchen Sie, eine stabile Oberfläche zu finden, auf der Sie Ihre Kamera abstellen können. Ich schlage auch vor, bei Aufnahmen mit langer Belichtungszeit einen 2-Sekunden-Selbstauslöser zu verwenden, da dies jedes Verwackeln der Kamera beim Drücken des Auslösers vermeidet. Das lässt sich natürlich auch erreichen, wenn Sie die Kamera mit der App „Imaging Edge“ über Ihr Smartphone auslösen.

Ron Timehin Sony α7c Langzeitbelichtung Skyline von London bei Nacht

© Ron Timehin | Sony α7C + FE 55mm f/1.8 ZA | 30s @ f/13, ISO 100

Tipp #3 Wie Sie mit der Alpha 7C kreative Stadtansichten gestalten Ich liebe es, meine Stadtansichten besonders kreativ zu gestalten. Das macht nicht nur Spaß, sondern hilft auch, die Aufnahmen von der Masse abzuheben! Hier einige Techniken, wie Sie spezielle Effekte in Ihre Aufnahmen integrieren können. Winkel Um kreative Stadtansichten zu realisieren, suche ich bevorzugt nach einzigartigen Perspektiven. Bleibt man am Boden und fotografiert auf Straßenniveau, kann man wirklich interessante Ergebnisse erzielen. Die Alpha 7C verfügt über ein verstellbares Display, was die Wahl des Bildausschnitts erleichtert, wenn man sehr bodennah fotografiert.

Ich erinnere mich auch immer wieder daran, nach oben zu schauen! Schaut man in einer Stadt mit einem Weitwinkelobjektiv nach oben, wirkt es als würden Gebäude an aufeinander zulaufenden Linien ineinander übergehen. Führungslinien sind im Allgemeinen auch großartige Attribute in einem Bild, die das Auge des Betrachters förmlich ins Foto hineinziehen.

Ron Timehin Sony α7c Skyline einer Londoner Straße mit ankommendem Bus aus der Froschperspektive

© Ron Timehin | Sony α7C + FE 55mm f/1.8 ZA | 1/320s @ f/5.6, ISO 320

Lichtstreifen

Auch das Experimentieren mit langen Belichtungen kann zu interessanten Bildern führen. Oft sorgt das für einen zusätzlichen Wow-Faktor. Auch für diese Technik würde ich ein Stativ empfehlen und mit einer Belichtungszeit von bis zu 30 Sekunden beginnen. Halten Sie die Blende und den ISO-Wert möglichst niedrig, um die Verschlusszeit bis zu diesem Extrem zu verkürzen. Ich empfehle, nach Bussen oder Zügen Ausschau zu halten, die Ihre Lichtspuren mit coolen Farben aufwerten können. Eine andere Möglichkeit, Lichtspuren zu fotografieren, ist es, mehrere Bilder von derselben Position aus aufzunehmen und dann die Lichtspuren aller Belichtungen im Nachhinein zu integrieren. Dadurch erhalten Sie einheitlichere und dramatischere Lichtspuren.

Ron Timehin Sony α7c Lichtstreifen von Autos bei Nacht

© Ron Timehin | Sony α7C + FE 16-35mm f/4 ZA OSS | 10s @ f/18, ISO 250

Ron Timehin

Ron Timehin | Großbritannien

„Durch das Fotografieren kann ich die Welt um mich herum verarbeiten, wahrnehmen und interpretieren.“

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