Gustav Kiburg Sony α 7RM4, Windmühle im Nebel bei Tagesanbruch

Test des LA-EA5-Objektivadapters

Gustav Kiburg

Der Sony LE-EA5 ist ein brandneuer Adapter, mit dem sich A-Mount-Objektive optimal mit modernen E-Mount-Gehäusen nutzen lassen. Dies ermöglicht einen schnellen und präzisen Autofokus und Serienaufnahmen in rasanter Folge. Dank seinem integrierten Motor kann er selbst A-Mount-Objektive ohne eigenen Motor automatisch fokussieren, ohne auf die Phasenerkennung der Kamera verzichten zu müssen. Verpackt sind diese Features in einem kompakten, eleganten zylindrischen Design.

Sony LE-EA5-Objektivadapter

„Seit ich denken kann, bin ich von Sony überzeugt. Seit ich jedoch vor einigen Jahren auf die E-Mount-Gehäuse umgestiegen bin, verstaubt meine alte α 99 II im Schrank. Über die Jahre habe ich mir eine Reihe sehr guter Objektive zugelegt und auch wenn ich diese stückweise aussortiere, je größer meine E-Mount-Sammlung wird, hängt doch an dem einen oder anderen Objektiv mein ganzes Herz. Ganz besonders am 300 mm f/2.8 SSM, eines meiner Lieblingsobjektive für Tiere in freier Natur, oder am 70-200 mm f/2.8 G SSM II – immer schon eines der schärfsten Objektive. Deswegen habe ich mich ziemlich gefreut, als Sony mich fragte, ob ich den neuen LE-EA5-Adapter testen wolle, gab es mir doch einen Grund, meine alten Objektive abzustauben und auszuprobieren, ob sie wirklich so gut sind, wie ich sie in Erinnerung hatte.

Sony α 9M2 mit LE EA5-Adapter und 70-200 mm A-Mount-Objektiv

Sony α 9 II mit dem LE-EA5 auf dem 70-200 mm f/2.8 G SSM II

Ich bin inzwischen so an die Fokusgeschwindigkeit meines α 9 II und 7R IV mit meinen FE-Objektiven gewöhnt, aber ich war neugierig, wie sich die Kameras über den Adapter mit meinen älteren Objektiven verhalten würden. Meine ersten Aufnahmen mit dieser Kombination schoss ich in einem Wald in der Nähe eines Dorfs namens Hulst. Ich bin dort sehr oft, um die wunderschönen rotschwänzigen Eichhörnchen zu fotografieren, von denen es dort sehr viele gibt. Für diese Location wählte ich die 300 mm f/2.8 SSM auf meiner α 7R IV aus. Was mir sofort auffiel, war das geringe Gewicht und der Komfort des neuen Adapters – ganz ohne diesen sperrigen Unterbau, den meine alten Adapter noch haben.

Gustav Kiburg Sony α 7RM4, rotschwänziges Eichhörnchen steht auf einem Ast

© Gustav Kiburg | Sony α7R IV + 300mm f/2.8 G | 1/1250s @ f/2.8, ISO 640

Ich suchte mir eine schöne Stelle in der Nähe eines Teichs und es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Eichhörnchen zeigten. Schon nach einigen Aufnahmen vergaß ich fast, dass ich mit einem alten A-Mount-Objektiv fotografierte – Fokusgeschwindigkeit und Genauigkeit waren ausgezeichnet. Unsicher war ich mir, ob der Autofokus mit Augenerkennung für Tiere richtig funktionieren würde, aber er nahm das Auge des Eichhörnchens perfekt auf und jede Aufnahme war gestochen scharf. Ich fotografiere lieber aus der Hand, denn so kann ich sehr schnell trimmen, wenn sich die Eichhörnchen bewegen – und die kamerainterne Stabilisierung machte jede meiner kleinen Bewegungen mit Leichtigkeit mit.

Gustav Kiburg Sony α 7RM4, rotschwänziges Eichhörnchen steht mit ausgestreckten Pfoten

© Gustav Kiburg | Sony α7R IV + 300mm f/2.8 G | 1/400s @ f/3.2, ISO 800

Ein recht zutraulicher Vogel kam sogar an den Teich, um zu trinken!

Gustav Kiburg Sony α 7RM4, Vogel trinkt aus einem Teich im Wald

© Gustav Kiburg | Sony α7R IV + 300mm f/2.8 G | 1/640s @ f/2.8, ISO 800

Meine nächste Location war der Hafen von Rotterdam. Dort düsen meist sehr viele Schnellboote herum, und ich wollte sehen, ob mein altes 70-200 mm f/2.8 G SSM II mit der Fokusnachführung eines sich bewegenden Motivs zurechtkommt.

Gustav Kiburg Sony α 9M2, Schnellbootserie bei hoher Geschwindigkeit

© Gustav Kiburg | Sony α9 II + 70-200mm f/2.8 G SSM II | 1/4000s @ f/4.0, ISO 400

Wie Sie sehen, ließ sich mein AF nicht in die Irre führen. Nachdem er das Boot erfasst hatte, führte er den Fokus präzise nach. Als letztes Objektiv wollte ich nun auch mein altes Zeiss 16-35 mm f/2.8 ZA SSM II testen, ein ehemals sagenhaftes Stück Glas. Zugegeben, ich habe es nicht wirklich vermisst, denn mein G Master 16-35 mm f/2.8 ist richtig scharf. Aber mir machte das Testen des Adapters so viel Spaß, dass ich wissen wollte, was das Zeiss leisten würde.

Gustav Kiburg Sony α, Sonnenstrahlen suchen sich ihren Weg durch Wolken an einem stillen Teich bei Tagesanbruch

© Gustav Kiburg | Sony α7R IV + 16-35mm f/2.8 ZA SSM II | 1/13s @ f/18, ISO 50

Insgesamt fällt mein Urteil über den LE-EA5-Adapter mit meinen alten A-Mount-Objektiven sehr positiv aus. Alle Objektive, die ich damit ausprobiert habe, reagierten schnell und mit präzisem Fokus. Was mich aber am meisten überrascht hat, war die Genauigkeit des Autofokus mit Augenerkennung und die AF-Nachführung. Für alle Fotografen, die sich noch nicht von ihren alten A-Mount-Objektiven getrennt haben, ist der LE-EA5 wirklich eine lohnenswerte Investition! Hinweis:

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Gustav Kiburg | Niederlande

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